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16. Januar 2019

Verdacht auf missbräuchliches Verhalten von Bilanzkreisverantwortlichen

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In beiden deutschen Marktgebieten hat es im vergangen Jahr Verdachtsfälle missbräuchlichen Verhaltens von Bilanzkreisverantwortlichen (BKV) gegeben. Dabei stellten die Marktgebietsverantwortlichen (MGV) fest, dass einzelne BKV innerhalb der vorgesehenen Fristen teilweise außergewöhnliche Schiefstände in ihren Bilanzkreisen produziert haben.

Abweichungen zwischen Ein- und Ausspeisungen in einem Bilanzkreis sind systembedingt und können grundsätzlich auftreten. Entstandene Differenzmengen werden gemäß den regulatorischen und vertraglichen Vorgaben den jeweiligen BKV in Rechnung gestellt. In den vorliegenden Fällen gehen die MGV derzeit davon aus, dass ein gezieltes Verhalten der BKV vorliegt. Daher müssen die MGV annehmen, dass die Rechnungen nicht beglichen werden.

Die entsprechenden Bilanzkreise wurden gemäß den vertraglichen Regelungen, teilweise außerordentlich, gekündigt. Weiterhin wurden rechtliche Schritte gegen die BKV eingeleitet.

Da sich die MGV aktuell in laufenden Verfahren gegenüber den entsprechenden BKV befinden, können die MGV keine Angaben zur Höhe der Schadenssumme, den Zahlungsdetails oder auch Namen der entsprechenden Unternehmen machen.

In allen Verdachtsfällen informierten die MGV zeitnah die BNetzA über die Lage und das weitere Vorgehen. Darüber hinaus haben die MGV Maßnahmen eingeleitet, um die vertraglichen Vorgaben anzupassen.